Eine Frau sitzt auf ihrer Terrasse und starrt kritisch in den Himmel, während sie ihre Hand zur Faust ballt, während Chemtrails wahllos über den makellosen blauen Himmel ziehen, sie von oben vergiften und ihre Gesundheit weiter beeinträchtigen.
Ein Teenager sieht eine Gruppe von Jungs an der Ecke vor sich und entscheidet sich, lieber die Straße zu überqueren, als an ihnen vorbeizugehen, nur um sicherzugehen. Die Jungs scherzen und lachen weiter, ohne den Teenager zu bemerken.
Eine Frau, die in einem Nachtclub tanzt, wird von einem gutaussehenden, intensiv blickenden Mann angesprochen. Für einen Moment ist sie neugierig. Schließlich gibt sie ihrem Instinkt nach und weist ihn zurück. Seine Augen verraten kurz seine Wut, bevor er sich zusammenreißt und weggeht, um es bei der nächsten Frau zu versuchen.
Paranoia kann dein bester Freund sein – und dein schlimmster Feind. Sie lauert im Schatten deiner Psyche, flüstert dir unheilvoll zu, warnt dich und zieht dich an der Hand weg von Gefahren.
Paranoia ist das ultimative Orakel. Sie scheint zu wissen, wann eine Katastrophe zuschlagen wird und unter welchen Umständen. Sie steht dir fest zur Seite, wenn du ängstlich bist, manchmal ist sie sanfter und subtiler in ihrer Führung. „Nicht dort“, flüstert sie. „Es ist nicht sicher. Nein, nicht die. Die werden dich ausnutzen.“
Wenn sich dir ein Fremder nähert, schärft Paranoia deine Sinne und überschwemmt dich mit Adrenalin. Wenn du als Frau allein durch einen dunklen Park gehst, ist sie in der Tat deine Freundin.
Ein lächelnder Fremder kann eine größere Bedrohung sein als ein Wolf, der seine Zähne fletscht. Das weiß sie. Ein finster blickender Wolf hat vielleicht einfach nur Schmerzen. Das weiß sie auch.
In guten Zeiten bleibt sie eine spielerische Brise, die durch deine Seele weht. In Krisenzeiten jedoch wird sie zu einem elektrisierenden Sturm. In dunklen Zeiten, wenn Gefahren näher kommen, erhellt ihr Blitz die Umgebung, damit du sehen kannst.
Doch die Macht der Paranoia ist gewaltig. Wie bei allen Geschenken der Götter musst du vorsichtig sein. Wenn Krisen und Turbulenzen andauern, versengt seine elektrische Kraft deine Seele und lässt dich dauerhaft erschrocken zurück. Einsicht wird zum Albtraum, Erleuchtung zu blendender Täuschung.
Ein Verbündeter wird zu deinem Peiniger.
Wo die Gefahr rot ist, färbt sich die Realität blutrot. Bald überzeugt dich dein Peiniger davon, dass er dein Freund ist. Gemeinsam werdet ihr die Wölfe überlisten. Die Bösartigen abwehren. Die Gierigen berauben. Nie wieder, verspricht dir dein Peiniger-Freund. Du nickst zustimmend.
Hinter der Maske deines Peinigers grinst der Teufel. Dein Deal mit ihm ist abgeschlossen, und in dem Vertrag hast du dein Leben selbst aufgegeben.